
Im Bereich des Blow-Moldings ist der Heiztunnel entscheidend – hier hängt es davon ab, ob alles gut funktioniert oder nicht. Wenn die Preforms bei 90 °C aus dem Tunnel kommen, anstatt bei den optimalen 105–115 °C, entstehen Probleme wie Trübungen, geringe Dehnbarkeit der Preforms sowie viel Abfall. Wenn die Lampen das gewünschte Temperaturniveau nicht erreichen, wird der Polymer verbrannt, Energie verschwendet und die Lebensdauer der Lampen verkürzt sich. Wir haben diese Infrarot-Technologie entwickelt, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Was wirklich wichtig ist:
Wir passen das Heizprofil des Herstellers an die Eigenschaften des PET-Polymers an – indem wir Kurzwellen-Infrarotstrahler verwenden, die genau auf die Wärmeaufnahme des Polymers abgestimmt sind. Der Quarzkörper arbeitet mit einer Spannung von 220–240 V und passt sich auf Anhieb an die Standard-R7-Steckverbinder an. Dadurch können die Lampen direkt in die Heiztunnel von Sidel, Krones, SIPA, Husky, SACMI und Nissei ASB eingebaut werden, ohne dass Verkabelungsarbeiten erforderlich sind. Die Leistungsintensität wird so eingestellt, dass die Oberfläche der Preforms schnell die Zieltemperatur erreicht – ohne dass es zu heißen oder kalten Stellen kommt. Die Reaktionszeit der Lampen ist ebenfalls kurz: Sie erreichen bereits nach Sekunden ihre stabile Ausgangstemperatur, sodass Änderungen am Temperaturprofil sofort umgesetzt werden können.
Beim Stretch-Blow-Molding hängt alles vom Temperaturmanagement ab. Mit dieser Technologie bleibt die Temperatur der Preforms konstant innerhalb des idealen Bereichs. Dadurch ist die Dehnbarkeit der Preforms gleichmäßig, und es ist möglich, das Gewicht der Flaschen zu verringern, ohne an der Stabilität der Flaschen einzubüßen.
In der Praxis bedeutet das weniger Abfall – um 3–5 % – sowie eine Erhöhung der Produktionsgeschwindigkeit um 4–6 % bei 0,5-Liter-Flaschen. Der Energieverbrauch des Heizsystems sinkt um 8–12 %. Zudem erhöht sich die Lebensdauer der Lampen auf mehr als 5.000 Stunden – was weniger Wartungsarbeiten und weniger Stillstand bedeutet.
Worauf man achten muss:
Die Installation ist nur dann problemlos möglich, wenn die Geometrie des Reflektors sowie der Abstand zwischen den Lampen zu den Heiztunneln Ihres Maschinenherstellers passen. Bei sehr hohen Produktionsgeschwindigkeiten sollte man die Leistung pro Zone überprüfen, damit die Temperatur stabil bleibt. Nach jedem Umstieg sollte man den Heiztunnel weitere 30 Minuten lang kalibrieren, damit das neue Temperaturprofil festgelegt werden kann.