
Mehr aus Ihrer Sacmi SBF 12/24 herausholen
Falls Sie eine ältere Sacmi SBF 12/24 betreiben, haben Sie vermutlich bemerkt, dass die Produktionszeiten nicht mehr so gut sind wie früher. Das ist frustrierend. Man fragt sich dann, ob es an der Zeit ist, viel Geld in eine brandneue Maschine zu investieren.
Aber bevor Sie das tun, sollten Sie sich zunächst den Heizprozess der Maschine ansehen. Meistens liegt das Problem nicht bei der Maschine selbst – sondern bei den Lampen. Wenn man diese alten, minderwertigen Lampen durch präzise Infrarotleuchten ersetzt, kann die Leistung erheblich gesteigert werden – ohne dass man irgendeine Ausrüstung bewegen muss.
Das Geheimnis liegt in der Wärmedichte.
Bei der SBF 12/24 kommt es darauf an, wie schnell die PET-Präform die optimale Temperatur erreicht. Wir nutzen dabei Kurzwellen-Infrarotstrahlung. Warum? Weil Kurzwellenstrahlung tiefer und schneller in die PET-Wände eindringen kann als Mittelwellenstrahlung.
Wenn man Lampen mit höherer Leistung verwendet, erhöht sich der Wärmefluss. Dadurch kann der Transportbandprozess beschleunigt werden – und dennoch bleibt die Wandstärke der Flaschen konstant. Es funktioniert einfach.
Was befindet sich eigentlich in diesen Lampen?
Wir verwenden Quarzglas mit dicken Wänden. Dadurch bleiben die Glühbirnen auch bei extrem hohen Temperaturen stabil. Im Inneren wird Halogongas verwendet, um die Temperatur des Filaments unter Kontrolle zu halten. Dadurch verdampft das Wolfram nicht zu schnell – dadurch entstehen keine schwarzen Flecken an den Enden der Lampen.
Das Beste daran: Es handelt sich um Ersatzteile, die direkt eingebaut werden können. Falls Sie es gewohnt sind, R7- oder Sk15-Anschlüsse zu verwenden, ist alles in Ordnung. Die Lampen werden genauso angeschlossen wie die Originalteile – doch das Licht, das sie abgeben, ist speziell für PET optimiert.
Eine kleine Warnung:
Mehr Wärme ist kein „Wundermittel“. Wenn Sie versuchen, die Produktion zu beschleunigen, indem Sie eine viel höhere Leistung verwenden, wird die Belüftung der Maschine stark belastet. Achten Sie daher genau auf die Kühlventilatoren. Falls die Maschine die zusätzliche Wärme nicht abführen kann, könnten elektrische Komponenten beschädigt werden – oder schlimmer noch: In den PET-Produkten könnten „Perlen“ entstehen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewicht – man möchte zwar, dass die Wärme effektiv ist, aber gleichzeitig muss die Kühlung ausreichen, damit nicht einfach nur Schrott entsteht.